Freie Apps für Android: F-Droid

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Eine Artikelserie über freie Apps für Android kommt ganz sicher nicht ohne einen Artikel zu F-Droid aus. F-Droid ist nämlich nicht nur selber freie Software, sondern ein alternativer App Store, aus dem freie Apps (und nur solche) heruntergeladen und installiert werden können.

Hier ein Screenshot von F-Droid


Was mir gefällt

F-Droid erweitert die Anzahl der auf Android verfügbaren freien Apps enorm. Damit sorgt die App indirekt für mehr potentielle Sicherheit beim User, da sie Software von allen eingesehen werden kann und so zumindest potentiell das Mehr-Augen-Prinzip greift. Hierzu kommt auch, dass die enthaltenen Apps den F-Droid-Regeln entsprechen müssen und somit z.B. keine proprietären Bestandteile enthalten dürfen. Dies schließt dann z.B. auch das Tracking durch Google Analytics u.a. aus. Außerdem ist über F-Droid ein anonymer Download von Apps möglich, da der App-Store im Gegensatz z.B. zum Google Play Store, keine Anmeldung erfordert. Auch finden sich hier Apps, die gar nicht im Google Play Store zu finden sind.
Wie andere App-Stores auch, stellt F-Droid ein zentrale Paketverwaltung dar, über die die installierten Apps auch aktualisiert werden. Also genauso komfortabel wie andere App-Stores auch.

Was ich mir wünschen würde

Ich würde mir wünschen, dass es in F-Droid eine prominentere Möglichkeit zum Bezahlen und/oder spenden geben würde. Für mich ist das Entscheidende nicht, dass die Apps kostenlos sind, sondern dass der Quellcode einzusehen ist und die Software von guter Qualität ist. Ich bin daher gerne bereit für Software zu zahlen. Ich denke, dass die pekuniären Anreize, wenn also sichergestellt wäre, dass die Entwickler trotz Offenlegung ihres Quellcodes ihren Lebensunterhalt angemessen sichern können, noch mehr Personen überzeugen könnten, sich mit der Erstellung freier Software zu beschäftigen. Anscheinend wird hieran aber auch schon gearbeitet.

Wie installiere ich F-Droid?

F-Droid ist nicht im Google Play Store vorhanden. Daher muss eine *.apk heruntergeladen und installiert werden. Damit dies jedoch funktioniert, muss dies erst erlaubt werden. Hierzu in den Einstellungen den Menüpunkt „Sicherheit“ öffnen. Hier muss die Installation von Apps aus unbekannten Quellen erlaubt werden:

Anschließend kann F-Droid heruntergeladen werden. Anschließend nur noch die heruntergeladene Datei öffnen (der Paket-Installer sollte sich öffnen) und F-Droid installieren. Update: Wie Jörg K. zurecht angemerkt hat, empfiehlt es sich die Installation von Apps aus unbekannten Quellen nach der Installation von F-Droid (und den Apps, die ich aus dem Katalog installieren oder aktualisieren möchte) wieder zu verbieten.
Android ist durch die Installation von F-Droid enorm bereichert, wie sich auch im Folgenden in der Artikelserie: Empfehlenswerte freie, quelloffene Apps für Android zeigen wird.

Nachtrag vom 02.01.2017

Quellcode

Der F-Droid-Client steht unter der GPL-3.0. Der Quellcode wird auf Gitlab gehostet, wo sich auch der Bugtracker befindet.

Wie kann man die weitere Entwicklung unterstützen?

Wem F-Droid gefällt, der kann auf verschiedene Arten zu der weiteren Entwicklung beitragen. Zuerst ist hier sicherlich, wie bei allen freien Projekten, das Anzeigen von Bugs (Fehlern) im Bugtracker zu nennen. Außerdem können Apps, die bisher noch nicht im F-Droid-Katalog sind, für die Aufnahme vorgeschlagen werden, wenn sie den Anforderungen entsprechen. Für Entwickler bietet sich außerdem natürlich die Mitarbeit am Code des Clients oder des Servers an. Nichtentwickler können des Weiteren bei der Übersetzung in weitere Sprachen helfen oder die weitere Entwicklung durch eine Spende unterstützen. Hierbei kann man wählen zwischen einer Spende über Paypal, Flattr, bitcoin (15u8aAPK4jJ5N8wpWJ5gutAyyeHtKX5i18) oder Überweisung (IBAN: GB92 BARC 2056 7893 4088 92; SWIFT: BARCGB22).

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Alexander Kallenbach

Autor: Alexander Kallenbach

Mein Name ist Alexander Kallenbach. Ich schreibe hier auf Scroom über alles mögliche – vor allem aber über IT. Hierbei interessieren mich besonders freie und/oder quelloffene Software sowie deren Entwicklung und Einsatz. Außerdem interessieren mich Auswirkungen von IT auf unser Leben. Hierbei ist die Nutzung von Daten und somit auch Datenschutz ein Themenbereich.

2 Kommentare

  1. Hallo Alexander,

    du hast einen schönen Artikel über F-Droid geschrieben. Besonders der Hinweis, dass nicht der Faktor ‚kostenlos‘ die Hauptrolle spielen sollte, hat mir gefallen. Denn schließlich investieren die Entwickler eine ganze Menge Zeit in ihre Apps und leider fließt über Spenden längst nicht so viel Geld wie über kostenpflichtige Apps im Google Play Store.

    Ich möchte deinem Artikel noch einen Hinweis hinzufügen. Die Installation aus Quellen unbekannter Herkunft stellt ein Sicherheitsrisiko für Android-Geräte dar. Mit dieser Einstellung kann es passieren, dass Apps oder Webseiten ohne Wissen des Nutzers Schadprogramme auf dem Gerät installieren.

    Doch zum Glück lässt sich dieses Risiko recht einfach minimieren. Ich habe mir angewöhnt, die Installation aus Quellen unbekannter Herkunft nur für den Zeitraum zu aktivieren, in dem ich neue Apps aus dem F-Droid-Store installieren oder aktualisieren möchte. Anschließend deaktiviere ich die Funktion sofort wieder. Mit ein wenig Selbstdisziplin kann man sich so vor Malware schützen.

    Viele Grüße
    Jörg K.

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